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2026-08-19

CONFINIUM ART

Der Grat in der Kaffeekanne

Zu zwei Bildern von Richard Kaplenig

Enzo Unfer, Confinium ART - Es gibt eine Kategorie von Gegenständen, die wir mit etwa sechs Jahren aufhören zu sehen. Das Glas auf dem Tisch. Die Kaffeekanne auf dem Herd. Sie sind nicht schön und wollen es nicht sein; sie sind einfach da, verrichten ihre Arbeit, unterhalb jener Schwelle, an der Aufmerksamkeit aufgewendet wird. Richard Kaplenig malt seit rund zwei Jahrzehnten genau diese Dinge, und die Leistung seiner Arbeit liegt nicht darin, dass er sie genau wiedergibt — das können viele Maler —, sondern darin, dass er ihre Unsichtbarkeit selbst zum Thema macht.

Seine Methode ist zu seiner Signatur geworden. Schwarzweiße topographische Karten werden auf Leinwand kaschiert und bilden den Malgrund. Darüber wird der Gegenstand in Öl gemalt, in einer auf Schwarz, Weiß und eine lange Grauleiter reduzierten Palette, so dünn aufgetragen, dass Höhenlinien, Höhenkoten und Ortsnamen durch die belichteten Flächen des Dargestellten hindurchschimmern. Die Karte ist keine Kulisse hinter dem Objekt. Sie ist die Substanz, aus der das Objekt zu bestehen scheint.

Dieses Verfahren lässt sich in einem Satz beschreiben. Schwerer zu vermitteln ist, wie viel Malerei nötig ist, um es zu überstehen.



Das Glas

Richard Kaplenig, ohne Titel, 2025. Öl auf Papier auf Leinwand.

Die erste der beiden Leinwände, datiert 2025, zeigt ein schlichtes facettiertes Trinkglas, wie man es in jeder Osteria und in jedem Gasthaus der Ostalpen findet — das billigste denkbare Gefäß, etwas über die Mitte gefüllt. Der Grund ist helltonig, silbrig. Es gibt kaum einen Schlagschatten, auf den man sich stützen könnte, kein schwarzes Feld, das den Gegenstand nach vorn wirft. Das Glas muss allein durch Tonwertkontrolle gehalten werden, und es wird gehalten: Transparenz ohne ein einziges hartes Glanzlicht, die Facettenkanten als dünne, eingeritzte Weiß gezogen, die Wasseroberfläche eine Horizontale, die nur ein Temperaturwechsel ist. Der Schlagschatten, soweit vorhanden, ist ein Graphitwisch, der selbst Kartentext trägt.

Das ist der technische Befund. Die Lesart ist interessanter. Die Karte ist vor allem in der leeren oberen Hälfte des Glases lesbar, und was sie benennt, ist das Kanaltal, auf Italienisch: Camporosso, Ugovizza, Valbruna, Tarvisio, Sella di Somdogna, Malga Saisera. Unter diesen Namen steht ein Sachverhalt von einigem Gewicht. Der Sattel von Camporosso — Saifnitz — ist die kontinentale Wasserscheide: östlich davon läuft das Wasser über Gail und Drau ins Schwarze Meer, westlich über Fella und Tagliamento in die Adria.

Kaplenig hat also eine Wasserscheide in ein Glas Wasser gestellt und das Wasser selbst unbezeichnet gelassen. Man muss nicht glauben, dass das Wortspiel beabsichtigt war, um es treffend zu finden.



Die Kaffeekanne


Richard Kaplenig, „KK – M. Paularo“, 2026. Öl auf Papier auf Leinwand.

Die zweite Leinwand, datiert 2026 und rückseitig „KK – M. Paularo“ betitelt, zeigt eine achteckige Espressokanne aus Aluminium — wohl den unzweideutigsten italienischen Gegenstand des europäischen Hausgebrauchs und gewiss den italienischsten, den irgendjemand in dieser Region besitzt.

Sie ist vollständig aus deutschsprachiger Kartographie gebaut. Die acht Felder des Korpus tragen je eine eigene Ebene des Karnischen Hauptkamms: Rosskofel, Gartnerkofel, Straniger Alm und ihre Nachbarn, korrekt auf die Facetten verkürzt, sodass das gedruckte Gitternetz der Karte zugleich die konstruierte Geometrie der Kanne ist.

Das ist keine Collage als Textur. Das ist eine im Raum gedrehte Karte, und sie verrät, dass Kaplenig Holz- und Steinbildhauer war, ehe er je nach Venedig ging. Er baut seine Gegenstände; er kopiert sie nicht.

Der Titel nennt den Monte Paularo, 2.043 Meter — einen italienischen Gipfel, auf einem deutsch beschrifteten Blatt. Und weil die übliche Überschreitung dieses Stocks über die Casera Pramosio nach Timau absteigt, liegt das Dorf auf demselben Blatt und ist auf der Leinwand zu lesen.

An dieser Stelle sei eine Befangenheit erklärt: Timau ist der Herkunftsort meiner Familie. Bemerkt habe ich den Namen nicht selbst — der Maler hat ihn mir in seinem Atelier gezeigt, nachdem ich das Bild bereits gekauft hatte. Ich erwähne das nicht aus Sentiment, sondern wegen dessen, was es über die Arbeit verrät. Die Karte ist kein dekoratives Feld. Sie ist ein Dokument, das gelesen werden soll, und ihr Urheber weiß genau, was darauf steht.



Die Umkehrung

Stellt man die beiden Leinwände nebeneinander, geschieht etwas, das keine von beiden allein erreicht.

Das italienische Tal ist in ein Glas gegossen. Das italienische Gefäß trägt die deutschen Namen des Grats. Die Grenze ist also zweimal überschritten worden, in entgegengesetzte Richtungen, mit nichts Strittigerem als einem Trinkglas und einer Kaffeekanne.

Das verdient Beachtung, weil es dem üblichen Verhalten von Grenzkunst entgegensteht. Der vertraute Modus ist gedenkend und leicht wehmütig: die Grenze als Wunde, der Schlagbaum, der Soldatenfriedhof, der Stacheldraht im Nebel. Kaplenig tut nichts davon. Er nimmt die häuslichsten verfügbaren Gegenstände in der zurückhaltendsten verfügbaren Palette und zeigt ohne ein Wort Argumentation, dass das Gebiet beiderseits des Grats eine einzige zusammenhängende Fläche ist, die zufällig in zwei Sprachen beschriftet wurde. Die Grenze ist eine Bildunterschrift, kein Befund des Geländes.

Für jeden, der am Korridor Gailtal–Karnien arbeitet — an einem Kulturraum, den eine Grenze durchschneidet, statt ihn zu schaffen —, braucht dieser Satz sonst einen Forschungsbericht. Hier braucht er zwei Bilder, die in einen Wohnungsflur passen.



Worin die Exzellenz tatsächlich liegt

Es wäre leicht, das Konzept zu loben und dabei stehen zu bleiben; das wäre ein schlechter Dienst. Das Konzept ist elegant; das Konzept ist auch der leichtere Teil. Drei Dinge an diesen Leinwänden sind schwer.

Das erste ist die Zurückhaltung. Kaplenig gestattet sich eine warme Farbe pro Bild und gibt sie an der arbeitenden Stelle des Gegenstands aus — hier das Messing-Sicherheitsventil am Unterkessel, ein einziger ockerner Ton in einem sonst silbernen Bild. Beim verwandten Ölkännchen derselben Serie ist es das Gelbgrün des Öls. Ein weniger diszipliniert arbeitender Maler hätte die Kanne glänzen lassen.

Das zweite ist die bewusste Unvollkommenheit der Illusion. Der Pinselduktus bleibt sichtbar, die Oberflächen sind gerieben und aufgeraut statt vermalt. Das ist eine Entscheidung, keine Grenze des Könnens, und es trennt die Arbeit vom Fotorealismus. Das Bild weigert sich vorzugeben, eine Fotografie zu sein, und hält damit die Aufmerksamkeit beim Sehen statt beim Trick.

Das dritte ist der helle Grund. Kaplenig verfügt über ein Register mit schwarzem Grund, in dem die Gegenstände durch Kontrast nach vorn geworfen werden, und es ist stattlich. Diese beiden stehen in der schwereren Tonart, in der alles von eng benachbarten Grauwerten getragen werden muss und keine schwache Passage sich verstecken kann. Er hat die schwierige Fassung gewählt und lässt sie mühelos aussehen.



Coda

Kaplenig steht in einer erkennbaren Linie — Albert Renger-Patzsch und die Fotografie der Neuen Sachlichkeit für die Würde, die dem industriellen Fragment zugestanden wird; Morandi für die Geduld; Vija Celmins für das Grau als moralische Haltung; Boetti, Isgrò und vor allem Guillermo Kuitca für die Karte als Malgrund. Doch die Linie erklärt nicht, was diese beiden Leinwände tun.

Was sie tun, ist lokal, präzise und anderswo nicht wiederholbar. Ein in Kötschach-Mauthen geborener, in Venedig ausgebildeter Maler hat ein Glas und eine Kaffeekanne genommen, sie in die Kartographie jenes Grats gekleidet, der über seinem Geburtsort verläuft, und die klarste Aussage hervorgebracht, die mir zu der These begegnet ist, dass die beiden Seiten dieses Grats ein einziger Ort waren und geblieben sind.

Es ist beachtlich, das so leise gesagt zu haben.

Enzo Unfer · Confinium ART, August 2026.
Die Lesungen der Ortsnamen auf den Leinwänden stammen vom Verfasser und sind vorläufig.




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2026-02-27
(c) eugenio silvestri, laura marzadori
Konzert 2025 - Fabio Ceccarelli
Konzert 2026 - Laura Marzadori & Eugenio Silvestri


Superstars der klassischen Musik begeisterten gemeinsam mit Schülerinnen aus dem Gailtal und Lesachtal

Zwei Weltstars der klassischen Musik waren bei uns zu Gast und begeisterten das Publikum vom ersten bis zum letzten Ton. Das Konzert von Laura Marzadori (Geige) und Eugenio Silvestri (Bratsche), war ohne Zweifel DER Höhepunkt des diesjährigen Kultursommers im Gailtal und Lesachtal.

(c) ingo ortner

Fernab aller Starallüren bereiteten sich die Beiden gemeinsam mit den Schülerinnen der Musikschule Lesachtal–Kötschach-Mauthen in der Sakristei auf ihren Auftritt vor – ein ebenso herzlicher wie berührender Moment der Begegnung. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Gailtaler Dom hießen Matteo de Cecco vom Kulturverein Paluzza, Massimo de Franceschi und Ingo Ortner die zahlreichen Besucherinnen und Besucher im Namen aller Helferinnen und Helfer willkommen und eröffneten einen Konzertabend, der dem Gedanken grenzüberschreitender Musik auf eindrucksvolle Weise gerecht wurde.

Was wir zu hören bekamen, waren wahrhaft “Himmlische Klänge”. Mit einem fein abgestimmten Programm begeisterten die Beiden das Publikum. Als Auftakt das Duett KV 424 von Wolfgang Amadeus Mozart. Silvestri legte mit seiner unaufdringlichen, warmen Bratsche einen sensiblen Klangteppich, auf dem sich die Violinstimme von Laura Marzadori frei entfalten konnte. Mit beeindruckender Präzision, technischer Brillanz und zugleich bemerkenswerter Leichtigkeit verzauberte Marzadori das Publikum. Virtuose Höhepunkte setzten Johann Halvorsens „Sarabande und Variationen“ sowie die mitreißende „Passacaglia“ nach Themen von Georg Friedrich Händel. Dazwischen berührten die lyrischen Intermezzi aus Pietro Mascagnis „Cavalleria Rusticana“ und Giacomo Puccinis „Manon Lescaut“ in eindrucksvollen Bearbeitungen für Violine beziehungsweise Violine und Viola. Das Publikum dankte den Künstlern mit begeistertem Applaus für einen Konzertabend von außergewöhnlicher musikalischer Intensität.



Streichorchester der Musikschulen Hermagor, Kötschach-Mauthen und Lesachtal

Die Jungmusiker der Musikschule Lesachtal–Kötschach-Mauthen setzten in der Konzertpause einen ebenso glanzvollen Akzent. Mit „Minuet and Bourrée“ von Henry Purcell sowie „Wildfire“ von Kathryn Griesinger überzeugten sie mit großem Können. Direktor Gerald Kubin zeigte sich von dieser besonderen Auftrittsmöglichkeit sichtlich bewegt.


Schwesterkonzert in Paluzza
Am folgenden Tag wurde das Konzert im frisch renovierten Dom Santa Maria in der Partnergemeinde Paluzza wiederholt. Auch dort begeisterten die Stars aus Mailand das Publikum und setzten ein eindrucksvolles Zeichen für die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit.

25 Jahre Kiwanis Club Gailtal
Das Konzert wurde mit Unterstützung von Kiwanis organisiert und zählt zu den Höhepunkten des Jubiläumsjahres. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt Kinder- und Jugendprojekten in der Region zugute und verbindet musikalischen Genuss mit gelebter Solidarität. www.kiwanis-gailtal.at/musikohnegrenzen



Die Künstler

Laura Marzadori (37) ist seit 2014 die 1. Geigerin am Teatro alla Scala in Mailand. Als eine der jüngsten Konzertmeisterinnen in der Geschichte des Hauses prägt sie den Klang des Orchesters mit technischer Brillanz und Ausdruckskraft. Zubin Mehta (ehem. Musikdirektor des New York Philharmonic Orchestra, der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper) sagt über sie: “es hat mich umgehauen – welch Temperament, welch schöner und romantischer Klang, welch technische Präzision!”. Ihr Partner Eugenio Silvestri ist ebenfalls ein begnadeter Musiker an der Mailänder Scala.



Programma di sala

W.A. Mozart - duetto n.2 per violino e viola KV 424 in Sib Magg.
- Adagio- Allegro
- Andante cantabile
- Tema con variazioni

J. Halvorsen - Sarabanda e variazioni per violino e viola sul tema in Re min. di G.F. Händel

Intervallo (a Kötschach - Streichorchester der Musikschulen Hermagor, Kötschach und Lesachtal)

P. Mascagni - trascrizione per violino solo dell'intermezzo di "Cavalleria Rusticana"

G. Puccini - trascrizione per violino e viola dell'intermezzo al terzo atto di "Manon Lescaut"

J. Halvorsen - Passacaglia e variazioni per violino e viola sul tema in Sol min. di G.F. Händel






Streichorchester der Musikschulen

Hermagor, Kötschach und Lesachtal

Leitung: 
Martina Lexer-Schwager, Maria Bernadette Salcher

Besetzung

Violine:
Nora Schwager, Juliana Guggenberger, Nora Salcher, Emma Neuwirth,
Victoria Kronabetter, Christine Luser, Antonia Ebner, Ingrid Perchinig, Katharina Freiberger, Chiara Gratzer

Viola:
Margot Lackner, Annalena Kanzian, Lorena Gailer, Daniela Herzog

Violoncello:
Mira Mörtl

Kontrabass:
Barbara Waldner, Norbert Kampitsch



Musik ohne Grenzen | Musica senza Confini

Eine Veranstaltung des Circolo Culturale di Paluzza und Confinium unter der Schirmherrschaft der Gemeinden Paluzza und Kötschach-Mauthen.

Un evento presentato dal Circolo Culturale di Paluzza e Confinium sotto il patrocinio dei comuni di Paluzza e Kötschach-Mauthen.




Massimo de Franceschi

An dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN an Massimo de Franceschi, der selbst jahrelang Konzertmeister und 1. Geige des RAI Orchesters war. Seit vielen, vielen Jahren verbindet Massimo und Monika Klaus eine Freundschaft "senza confini".



Maestro Massimo de Franceschi





Rückblick "Musik ohne Grenzen 2026"

Laura Marzadori & Eugenio Silvestri
Das ganze Konzert vom 8. Juli 2026 gibt es auf Youtube zum Nachhören.



Rückblick "Musik ohne Grenzen 2025"

Fabio Ceccarelli
Das ganze Konzert vom 7. August 2025 gibt es auf Youtube zum Nachhören.




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2025-07-08
In Zusammenarbeit und unter der Schirmherrschaft der Gemeinden Paluzza und Kötschach-Mauthen präsentieren der Circolo Culturale Enfretors und das Bergsteigerdorf

Das ganze Konzert zum Nachhören gibt's auf YOUTUBE

am 7. August ab 18:30 Uhr im Gailtaler Dom, Kötschach-Mauthen,
am 8. August ab 20:45 Uhr im Cinema Tetro Daniel, Paluzza





Fabio Ceccarelli

Ein Musiker zwischen Bühne und Leinwand
Fabio Ceccarelli ist ein eleganter, außergewöhnlich vielseitiger Akkordeonist - ein musikalischer Allrounder mit einer tiefen Leidenschaft für das Theater.

In den 1990er Jahren begann er seine Karriere in Rom und arbeitete mit einigen der bedeutendsten Komponisten Italiens zusammen: Ennio Morricone, Armando Trovajoli, Riz Ortolani, Franco Piersanti, Luis Bacalov und Nicola Piovani. Für sie spielte er Soundtracks zu über 100 Film- und Fernsehproduktionen ein - unter der Regie namhafter Regisseure wie Gianni Amelio, Ermanno Olmi, Paolo und Vittorio Taviani, Giuseppe Tornatore, Roberto Benigni und Luigi Magni. Zu seinen bekanntesten Mitwirkungen zählen unter anderem: Amerika, Pinocchio, Das Leben ist schön, Der Oktopus, Linda und der Brigadier, Kommissar Montalbano.


Engagement für das Theater

Neben seiner Filmarbeit ist Fabio Ceccarelli tief mit der Welt des Theaters verbunden. Er komponierte und spielte Bühnenmusiken für zahlreiche große Schauspieler:innen, darunter Giulia Lazzarini, Leo Gullotta, Valeria Moriconi, Gigi Proietti, Piera Degli Esposti, Luca Zingaretti und Cesare Venturini - oft live auf der Bühne im direkten Dialog mit dem gesprochenen Wort.

"Wenn ich im Theater bin, fühle ich mich zu Hause - ganz gleich, welche Rolle ich übernehme." Er trat in bedeutenden Theatern auf, darunter das Teatro dell'Opera und das Auditorium Santa Cecilia in Rom, das Teatro Caio Melisso in Spoleto (Festival dei Due Mondi), das Teatro Comunale in Ferrara, das Teatro Verdi sowie Spielstätten in Terni.


Im Fernsehen & in der Unterhaltungsmusik

Auch im Fernsehen war Ceccarelli regelmäßig präsent - etwa in Sanremo, Novecento, Passo Doppio, Premio David di Donatello und Premio Barocco. Als Solist auf Akkordeon und Flöte stand er dabei unter der musikalischen Leitung von Maestro Pippo Caruso.

Zudem wirkte er an Studioaufnahmen mit italienischen Unterhaltungskünstlern wie Francesco De Gregori, Maria Sannia, Luca Barbarossa und Iva Zanicchi mit.


Ein Stilgrenzen überschreitendes Repertoire

Ausgehend von einer klassischen Ausbildung am Konservatorium entwickelte Ceccarelli ein beeindruckend vielfältiges Repertoire: Von Klassik über französisches Chanson, jiddische Musik, Tango und Filmmusik bis hin zu Jazz, Blues und Theatermusik.

Seine musikalischen Reisen sind geprägt von Feinsinn, Stilvielfalt und künstlerischer Tiefe - stets mit dem Anspruch, Grenzen zwischen Genres zu überwinden und Musik lebendig werden zu lassen.




PROGRAMM

  • J.S. Bach BWV 988: Aria
  • ROMEO UND JULIA aus dem Film von Franco Zeffirelli (1968).
  • DER PATE von Francis Ford Coppola (1972).
  • AMARCORD von Federico Fellini (1973).
  • SPIELE IM WESTEN aus dem Film von Sergio Leone (1968).
  • NUOVO CINEMA PARADISO (Liebesthema) aus dem Film von Giuseppe Tornatore (1988).
  • GABRIELS OBOE aus Mission (1986).
  • PLAYING LOVE aus dem Film "Die Legende von 1900" von Giuseppe Tornatore. Ein wunderbarer Film basierend auf nach dem Roman NOVECENTO von Alessandro Baricco.
  • IL POSTINO 1994 mit dem unvergesslichen Massimo Troisi in der Hauptrolle, Musik von Luis Bacalov.
  • LA VITA È BELLA mit dem Medley BUONGIORNO PRINCIPESSA von Nicola Piovani, basierend auf dem Film von Roberto Benigni von 1997.
  • Luciano Fancelli ACQUARELLI CUBANI
  • OBLIVION und LIBERTANGO





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2023-01-09

Herta Hofer hat sich nicht nur als Klangmalerin weltweit einen Namen gemacht. Ihr großes künsterlisches Spektrum reicht von Aquarellen, Öl- und Acrylmalerei, Farbholzschnitten und Farbradierungen bis hin zum Verfassen von Lyrik- und Prosatexten, für die sie 1990 den Theodor Körner Preis erhielt. Ihr unermüdlich künstlerisches Schaffen hat sie in alle fünf Erdteile geführt, wo sie in über 200 Ausstellungen und Einzelausstellungen vertreten war. Als Klangmalerin nahm sie an internationalen Kunst-Therapie- Kongressen teil, um dort über die besondere Kunstform der "musikalischen Grafik" zu referieren.

Herta Hofer, 1936 in Wien geboren, studierte nach ihrer Ausbildung zur Diplomgrafikerin an der Brüsseler Akademie, in Wien Akademie für bildende Kunst bei Prof. Dobrowsky und Akt bei Prof. Boekl, sowie etliche Jahre "musikalische Grafik" bei Prof. Sündermann. Besonders prägend für ihr weiteres künstlerisches Leben war die Teilnahme an der Salzburger Sommerakademie bei Oskar Kokoschka, der ihrem Werk große Originalität zuschrieb. Als engagierte Kunsterzieherin an diversen Wiener Gymnasien, nahm sie sehr erfolgreich mit ihren Schülern an vielen in- und ausländischen Ausstellungen teil. Die unter dem Einfluss von Musik entstandenen Werke ihrer Schüler erlangten dabei große Anerkennung und erste internationale Preise.

Herta Hofers vielfältige und in Form und Farbe dynamische Arbeiten spiegeln einen sehr wachen, lernbegierigen und experimentierfreudigen Geist wieder, der angetrieben durch einen unerschütterlichen Willen zur Gestaltung stets bereit ist Neues, sei es nun in der Musik, in der Literatur oder im Film, in sich aufzunehmen und künstlerisch umzusetzen.

Im Dialog

Herta Hofer im Dialog mit Chris Thüringer
17.03.2020



1936 in Wien geboren | Nach den Schulbesuchen in Wien und Kärnten Matura 1954 in Wien. | 10. bis 24. Lebensjahr Violinistin, auch Kammermusik, Schülerkonzerte am Konservatorium der Stadt Wien. 1965 zweite Heirat mit Bildhauer, Maler und Designer Bill Slattery, Sohn Mark *1965, Tochter Maja *1967
1960 Brüssel, Akademie, 1961, Malklasse Prof. Dupont und Prof. Swyncop, 1. Preis für Malerei. Wien, 2. Preis für Plakatwettbewerb "Tiergarten Schönbrunn".
1962 Akademie der bildenden Künste Wien, Malklasse Prof. Dobrowsky, Graphikklasse Prof. Melcher, Abendakt bei Prof. Böckl Wien.
1963 Stipendium für die Internationale Sommerakademie in Salzburg bei: Oskar Kokoschka "Anerkennungs Preis"
1963 Höhere Graphische Bundes-, Lehr- u. Versuchsanstalt Wien.
1964 Meisterklasse derselben Anstalt. Diplom mit Auszeichnung.
1975-1978 Besuch der Hochschule für Musik, Wien, "Musikalische Graphik": Wien, Auszeichnung
Seit 1972 Lehrtätigkeit für bildnerische Erziehung an Gymnasien in Wien, 1986 bis 1993 am BORG Hermagor/Gailtal, Kärnten.
Seit 1975 Ausstellungen von Schülerarbeiten nach Musik, 1. Europa- und Österreich-Preise. | 1. Preis Unicef 1974, Sir Peter Ustinov Jury. Von österreichisch-sowjetischer Gesellschaft organisierte Ausstellung nach russischer Musik in allen österreichischen Hauptstädten. Weitere Klangbilder: Carinthischer Sommer, Villacher Krongreßhaus, Salzburger Festspiele 1983, Schloß Mirabell. Armenien, Jerewan - Jugendmuseum, Dänemark, Schweden, Polen, Internationale Chopin-Gesellschaft, Iran, Sofia, Moskau, Kuriositätenmesse Graz, Universität Basel und Helsinki, Montreal Kongreßpalast.
1978 Verleihung eines wissenschaftlichen Stipendiums des Kulturamtes der Stadt Wien für "Musikalische Grafik". Arbeitsreisen führen Hofer in alle 5 Erdteile, wo sie internationale Workshops hält.
1988 Lyrikstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, Wien. Auch 1991.
1990 Theodor-Körner-Preis.
1997 u. 1999 Arbeitsstipendium des Bundesmin. für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten,Wien
1999 1. Preis Lyrik Wien | 1. Preis Internat. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Revin Frankreich
2000 Herausgabe von eigenem Lyrikband "Wortatem"
2017 In Arbeit: "Wort- und Farbmagie" Lyrik
2024 startup gallery Kötschach-Mauthen




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